Bearbeitungsgebühr

Die meisten Kreditinstitute und Finanzdienstleister erheben für die Bearbeitung von Krediten eine Bearbeitungsgebühr. Die Bearbeitungsgebühr ist in der Regel von der Höhe der Kreditsumme abhängig und beträgt oft 3 Prozent der Kreditsumme.

Befristung der Kreditzusage

Die Kreditzusage eines Kreditgebers gilt in der Regel nur für einen befristeten Zeitraum. Nimmt der Kunde den Kredit nicht innerhalb dieser Frist an verfällt die Kreditzusage. In diesem Fall muss der Kunde den Kredit neu beantragen.

Beleihungsauslauf

Der Quotient aus dem Darlehensbetrag und dem Marktwert des Objektes (beispielsweise einer Immobilie) wird als Beleihungsauslauf bezeichnet.

Beispiel: Ein Kreditinstitut gewährt ein Darlehen über 500.000,- Euro. Als Sicherheit dient eine Immobilie mit einem Wert von 1.000.000,- Euro. Daraus folgt folgende Berechnung:
500.000 / 1.000.000 = 50 % Beleihungsauslauf

Beleihungsgrenze

Für die Berechnung der Beleihungsgrenze ist der Beleihungswert eines Objektes von maßgeblicher Bedeutung. Beträgt der Beleihungswert 500.000,- Euro und die Beleihungsgrenze 60 Prozent, so ist eine Beleihung von maximal 300.000,- Euro möglich. Die Beleihungsgrenze stellt den Wert da bis zu dem der Kreditgeber bereit ist ein Objekt als Sicherheit zu akzeptieren. Es ist allerdings auch möglich, dass der Beleihungswert durch Gesetze begrenzt wird. So wird für Hypothekenkredite der Beleihungswert durch das Hypothekenbankgesetzt auf maximal 60 Prozent festgeschrieben.

Beleihungswert

Der Beleihungswert eines Objektes ist der Wert einer Sicherheit, den ein Kreditgeber als maximale Sicherheit akzeptiert. Beim Beleihungswert spielt dabei insbesondere auch der langfristige Wiederverkaufswert des Objektes eine Rolle, nicht der aktuelle Marktwert. Von der Höhe des Beleihungswertes hängt also die Höhe des Darlehens ab, zumindest sofern keine weiteren Sicherheiten zur Verfügung stehen.

Bereitstellungszinsen

Wenn der Kreditgeber dem Kreditnehmer ein Kredit zur Verfügung stellt und der Kreditnehmer Teile des Kredits noch nicht in Anspruch genommen hat, können Bereitstellungszinsen anfallen. Der Bereitstellungszins beträgt meist 3 Prozent pro Jahr bzw. 0,25 Prozent pro Monat. Im Kreditvertrag wird genau festgehalten wann Bereitstellungszinsen anfallen.

Der Bereitstellungszins geht nicht in den effektiven Zinssatz ein. Somit können Bereitstellungszinsen für den Kreditnehmer mit dem Kredit verbundene unerwartete zusätzliche Kosten sein.

Bonität

Ein anderes Wort für Bonität ist Kreditwürdigkeit.

Die Bonität einer Person dient Dritten als Entscheidungsgrundlage dieser Person einen Kredit einzuräumen. Je besser die Bonität einer Person beurteilt wird, je einfacher ist es für sie einen Kredit zu erhalten. Die Bonität einer Person kann auch einen Einfluss auf den Zins haben.

Die Bonität einer Person kann anhand ihrer persönlichen und wirtschaftlichen Kreditwürdigkeit gemessen werden. Die Beurteilung der persönlichen Kreditwürdigkeit erfolgt vor allem anhand subjektiver Faktoren wie zum Beispiel der Zuverlässigkeit und "Vergangenheit". Bei der Bestimmung der wirtschaftlichen Kreditwürdigkeit werden unter anderem Einkommensnachweise und Schufa-Auskünfte zur Bewertung herangezogen.

Bonitätsanalyse

Eine Bonitätsanalyse besteht aus 2 Teilen, der persönlichen und sachlichen Bonität. Für die persönliche Bonität wird der Kreditnehmer selbst beurteilt. Bei der sachlichen Bonität wird das Einkommen und Vermögen des Kreditnehmers beurteilt.